Forschungsinstitut für Arbeit und Arbeitsrecht

Seminare

Das Forschungsinstitut für Arbeit und Arbeitsrecht organisiert regelmässig Kurse und Tagungen im Bereich der Arbeitsökonomie und des Arbeitsrechts. Die Kurse richten sich an Personen von öffentlichen Verwaltungen, Verbänden, Unternehmungen sowie an Einzelpersonen.

Brennpunkt Arbeitszeugnis

Freitag/Samstag, 7.-8. Juni 2013 im Zentrum Paul KIee, Bern, Anmeldung 

Leitung: Prof. Dr. med. Brigitta Danuser, Prof. Dr. iur. Thomas Geiser, Prof. Dr. med. Peter Tschudi, Prof. Dr. med. Regina Kunz, lic.iur. Yvonne Bollag und Dr. Wout E.L de Boer MD PhD

Das Arztzeugnis ist in den letzten Jahren zu einem Interessensknotenpunkt geworden: medizinische, juristische, ökonomische und versicherungstechnische Interessen kreuzen sich. Ärzte werden in bis zu zwanzig Prozent ihrer Konsultationen mit der Frage des richtigen Arztzeugnisses konfrontiert. Arztzeugnisse stellen Hausärzte vor diverse Schwierigkeiten: Rollenwechsel, mangelnde Kenntnisse über den Arbeitsplatz, knapp bemessene Zeit und kaum Instrumente für eine gezielte Gesprächsführung. Firmen verlangen teilweise ab dem ersten Krankheitstag ein Arztzeugnis und Arbeitgeber zweifeln oft an der Richtigkeit von Arztzeugnissen und verlangen dann eine Überprüfung durch einen Vertrauensarzt.

Je länger eine medizinisch begründete Arbeitsabwesenheit dauert, desto geringer werden die Chancen einer Rückkehr zur Arbeit. Auch wird immer mehr erkannt, dass gerade bei chronischen Erkrankungen die Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit zentral ist. Arbeitsabwesenheiten sind aber auch zu einem gebräuchlichen Indikator für Probleme der Arbeitsorganisation geworden und die Kosten von Absenzen schlagen zu Buche. Versicherungen wie Betriebe engagieren immer mehr Case-Manager um die Langzeit- Arbeitsabwesenheits-Probleme und Kosten in den Griff zu bekommen. In Arbeitsversuchen wird die Rückkehr in den Arbeitsalltag ausprobiert.

An der Tagung werden folgende Fragestellungen diskutiert: Welche Bedeutung hat das Arztzeugnis für die verschiedenen Anspruchsgruppen? Was kann ein Arztzeugnis aussagen und worüber soll es informieren? Wie geht man mit dem Datenschutz um? Welche Schwierigkeiten sind bei der Abgrenzung zwischen Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsfähigkeit zu beachten? Wie kann der behandelnde Arzt die anspruchsvolle Kommunikation zwischen Patient und Arbeitgebenden mitgestalten? In anderen Ländern sind neue Vorgehensweisen entwickelt worden: wo stehen wir in der Schweiz?

In den Workshops werden diese Themen vertieft sowie kritische Konjugationen aus dem Blickwinkel der verschiedenen Anspruchsgruppen diskutiert.

Die Tagung richtet sich an Ärzte und Ärztinnen (insbesondere Hausärzte und -ärztinnen, Psychiater und Psychiaterinnen, Kantonsärzte, Arbeitsmediziner und Versicherungsmediziner) sowie Arbeitgebende und Personalverbände, Juristen (insbesondere Arbeitsrechtsspezialisten), Führungskräfte und HR-Fachpersonen, Case-Manager, Rehabilitationsstellen und Versicherungsfachleute.

Die Hauptsprachen sind Deutsch und Französisch. Die Workshops werden in der angegebenen Sprache (D/F) gehalten.

Das gemeinsame Abendprogramm bietet Gelegenheit zum Kennenlernen, zu informellem Austausch und zur Vernetzung über alle Berufs- und Sprachgruppen hinweg.  

St. Galler Tagung zum Arbeitsrecht

29. November 2013 im Grand Casino, Luzern

(Genaueres erscheint demnächst)

Weiterführende Informationen

Kunstvolle Wasser-Architektur vor dem Hauptgebäude der Universität St.Gallen.

Kontakt

Universität St.Gallen FAA-HSG
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und Arbeitsrecht
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